18 Jun 2009
«Wir bauen das politisch korrekte Auto»
Interview mit mindset-VR-Präsident Lorenzo Schmid von Urs Aeberli
Bis Ende Juni läuft die Zeichnung für eine erste Kapitalerhöhung des Elektroautobauers Mindset, der an der Schweizer Börse kotiert ist. VR-Präsident Lorenzo R. Schmid erläutert die Pläne für die Aufnahme der Serienproduktion.
Stocks: Bereits vor rund zehn Jahren versuchten Sie mit der damaligen Beteiligungsgesellschaft CommCept Trust, ein Elektroauto namens Twike zu lancieren. Der grosse Erfolg blieb aus. Warum wird es diesmal mit Mindset klappen?
Lorenzo R. Schmid: Bis heute wurden knapp 1000 Twike gebaut, und die meisten von ihnen sind nach wie vor im Strassenverkehr anzutreffen. Das Twike wird bis heute in Deutschland hergestellt, und die Nachfrage übersteigt trotz sehr hohem Preis das Angebot bei weitem. Die Tatsache, dass die neuen Besitzer der ehemaligen Commcept Trust das Projekt Twike nach dem Machtwechsel im Verwaltungsrat sofort gestoppt haben, hat an der Erfolgsgeschichte von Twike nichts geändert.
Sie erwähnen den hohen Preis für Twike. Auch das Fahrzeug Mindset wird relativ teuer sein. Wie viele Autos hoffen Sie angesichts dessen zu verkaufen?
Eine erste Serie von 1500 Fahrzeugen wird zu Preisen um 100‘000 Franken abgesetzt werden. Der Wunsch nach einem alltagstauglichen, «politisch korrekten» Auto, schön und begehrenswert, hat uns die Suche nach interessierten Käufern erstaunlich leicht gemacht. Für die 10’000er Serie werden dann Preise um 75‘000 Franken angepeilt. Grundsätzlich läuft die Serienproduktion 2010 an.
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